Geschmacksprofile & Wein: Ein Exkurs durch die Weinbeschreibung

in dh.WeinBlog

Geschmacksprofile, was ist das und wozu ist es nützlich?

Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten - oder doch nicht?

Zunächst lässt sich sagen, dass ein Geschmacksprofil eine Methode darstellt, um die verschiedenen Geschmackskomponenten und -merkmale eines Produkts allgemein und eines Weines im Besonderen zu analysieren und zu beschreiben. Die Erstellung von Geschmacksprofilen ist daher im Bereich der Lebensmittelherstellung gang und gäbe und findet auch bei Weinverkostungen seine Anwendung. In diesem Fall bezieht sich die Profilierung auf die Beschreibung der sensorischen Eigenschaften eines Weines. Auf diese Weise lässt sich ein besseres Verständnis für den Geschmack gewinnen und die Erwartungen von Weinsuchenden können besser erfüllt werden.

Ein Geschmacksprofil kann grundsätzlich verschiedene Elemente beinhalten, einschließlich der Intensität bestimmter Geschmacksrichtungen wie süß, salzig, sauer, bitter oder umami. Es kann auch die texturbezogenen Aspekte des Weines beschreiben, wie zum Beispiel crisp, cremig, saftig oder zart. Darüber hinaus können spezifische Aromen, Gerüche oder Nuancen identifiziert werden.

Ein typisches Wein-Geschmacksprofil umfasst daher in der Regel folgende Aspekte:

Zum einen wäre das Aroma eines Weines zu nennen. Es beschreibt die Duftnoten, die aus dem Wein aufsteigen. Es kann fruchtig, blumig, würzig, mineralisch oder holzig sein. Beispiele für aromatische Nuancen sind Zitrusfrüchte, Beeren, Blumen, Gewürze, Kräuter oder Vanille.

Zum anderen wird der Geschmack eine Weines beleuchtet. Hierbei achtet man vor allem auf folgende Komponenten:

  • Süße: Weine können von trocken (keine wahrnehmbare Süße) bis hin zu süß (hoher Zuckergehalt) reichen.
  • Säure: Die Säure verleiht dem Wein Frische und Lebendigkeit. Sie kann von niedrig bis hoch variieren und beeinflusst den Geschmackseindruck.
  • Tannine: Tannine stammen hauptsächlich aus den Schalen und Kernen der Trauben. Sie verleihen dem Wein Bitterkeit, Struktur und Körper. Tannine sind typisch für Rotweine und können von weich und geschmeidig bis hin zu stark und adstringierend reichen.
  • Fruchtigkeit: Die Fruchtigkeit bezieht sich auf den Geschmack von Früchten im Wein, wie z.B. Beeren, Zitrusfrüchte oder tropische Früchte.
  • Würze: Einige Weine können würzige Aromen aufweisen, wie z.B. Pfeffer, Nelken oder Zimt.
  • Mineralität: Mineralität beschreibt den Eindruck von Mineralität im Wein, der an nasse Steine, Schiefer oder Kreide erinnern kann.
  • Abgang: Der Abgang bezieht sich auf den Nachgeschmack des Weins, der nach dem Schlucken oder Ausspucken im Mund zurückbleibt. Ein langer und komplexer Abgang wird oft als Anzeichen für einen hochwertigen Wein angesehen.

Es ist wichtig zu beachten, dass jedes Weingut und jede Weinregion ihre eigenen charakteristischen Geschmacksprofile haben können. Darüber hinaus können persönliche Vorlieben und Erfahrungen die Wahrnehmung des Geschmacks beeinflussen, so dass Geschmacksprofile auch durchaus subjektiv sein können. Sie sind in jedem Fall nützlich, um Informationen über Wein zu teilen, Vergleiche anzustellen, Entwicklungen aufzuzeigen oder bestimmte Vorlieben und Abneigungen zu berücksichtigen.


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