Spätburgunder - Eine Rebsorte mit interessantem Aromenspektrum

in dh.WeinBlog

Er ist zeitlos, schön und bisweilen sexy. Der Spätburgunder. Er gehört zu den frühesten aus Wildreben ausgelesenen Sorten. Noch immer erfreut er sich großer Beliebtheit und hat unter Wein-Freaks fast Kultstatus. Kein Wunder, seine Ausdrucksformen sind so undurchschaubar vielschichtig und aromatisch komplex, dass man nie müde wird, ihn zu probieren. Abhängig von der Weinstilistik kommt er mal fruchtig-elegant mit einer vordringlichen Säurestruktur, mal betörend filigran und raffiniert, mal unglaublich samtig und weich oder wuchtig opulent und gerbstoffbetont daher. Sein süßlicher Duft ist verführerisch und sein Repertoire an Primäraromen beeindruckend. Das Spektrum reicht von zarter Erdbeerfrucht über saftige Kirsche und reife Brombeere bis hin zu feinen Cassisnoten. Er kann aber auch blumige und erdige Anklänge preisgeben. Der Ausbau im Holz oder Barrique macht ihn noch komplexer. Es werden Anklänge an Vanille, Zimt oder Dörrobst wahrnehmbar. Auch Noten wie Kaffee, Rauch, Lakritz oder Nelken gesellen sich dazu. Wie man sich vorstellen kann, ist er mit dieser Ausstattung auch ein gefragter Begleiter von Speisen. Wer kann da schon nein sagen? HIER finden Sie unsere Spätburgunder.

REBSORTENWISSEN:

Wussten Sie, dass der Spätburgunder, international auch unter der Bezeichnung Pinot Noir bekannt, zu den frühesten aus Wildreben ausgelesenen Sorten zählt? Im Jahr 884 soll Kaiser Karl III. ihn bereits an den Bodensee gebracht haben. Im 16. Jahrhundert stand er dann vermutlich auch in der Pfalz. Die Pinot Rebe ist eine Sorte mit deutlicher Neigung zur Wildmutation. So geht man heute davon aus, dass der Weißburgunder eine natürliche Mutation der Grauburgunder Rebe ist, wohingegen diese wiederum aus einer zufälligen Mutation des Spätburgunders hervor gegangen ist.

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